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Die Zukunft liegt im Handwerk pixabay.com / whitesession
  • 03. Mai 2022
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Die Zukunft liegt im Handwerk

Auf Handwerker müssen Deutsche mittlerweile monatelang warten. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft in einer Studie herausgefunden hat, fehlen derzeit rund 65.000 Arbeitskräfte im Handwerk. Ein Grund dafür ist der mangelnde Nachwuchs. Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, stattdessen wählen immer mehr junge Menschen ein Studium. Schließlich werden für die meisten Berufe mittlerweile höhere Bildungsabschlüsse erwartet. Warum also sollten sie sich noch für eine Lehrstelle im Handwerk entscheiden, wenn doch auch eine akademische Laufbahn möglich ist?

Der Computer macht auch Akademiker überflüssig

Tatsächlich sprechen viele Gründe dafür, einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren alle Tätigkeiten überflüssig machen, die ein Computer oder schon bald ein Roboter übernehmen kann. Das betrifft neben Berufen in der Produktion auch Verwaltungsberufe, von der Schreibkraft über die Bankfachkraft bis hin zum Juristen. Handwerkliche Tätigkeiten, wie die Reparatur von Maschinen und Geräten, das Tapezieren von Wohnungen oder das Backen von Brot werden zumindest in den nächsten Jahrzehnten noch immer vom Menschen erledigt werden müssen.

Ausbildungsplatz suchen und finden

Ohne Handwerk wird es also auch in Zukunft nicht gehen. Neben 10.000 Jobs in allen Branchen vermittelt die bekannteste und größte Online-Stellenbörse stellenanzeigen.de auch Ausbildungsplätze und Praktika. Mit umfangreichen Suchfunktionen können sich Arbeitssuchende über passende Stellenangebote informieren und Arbeitgeber ihre freien Stellen und Ausbildungsplätze inserieren. Zusätzlich gibt es viele nützliche Tipps und Informationen sowohl für Arbeitsuchende als auch Arbeitgeber.

Die Vorzüge des Handwerks

Viele junge Menschen glauben, Handwerksberufe seien anstrengend, würden schlecht bezahlt und in der Gesellschaft nicht wertgeschätzt. Das trifft längst nicht mehr zu. Vielmehr profitiert das Handwerk auch von moderner Technik. Schwere Arbeiten werden auch hier längst von Maschinen erledigt. Auch das Gehalt kann sich sehen lassen: Ein Handwerker verdient heutzutage mehr als ein Betriebswirt mit Hochschulstudium. Und am Ende des Arbeitslebens ziehen Handwerker und Akademiker nahezu gleich: Laut einer Studie hat ein Akademiker mit 65 Jahren 1,45 Millionen Euro verdient, ein Handwerker bringt es auf 1,41 Millionen. Betrachtet man das Lebenseinkommen bis zum 60. Lebensjahr, liegt der Handwerker sogar vorn. Erst danach zahlt sich das Studium im Vergleich zum Handwerker finanziell aus. Zu guter Letzt verfügt ein gut ausgebildeter Handwerker über ein breites Wissen, das durchaus mit einem Akademiker mithalten kann.

Das Handwerk ist es wert

Die gesellschaftliche Anerkennung bleibt dem Handwerk im Gegensatz zu früher leider immer noch verwehrt. Das liegt unter anderem an der nach wie vor weit verbreiteten Annahme, die Arbeit von Handwerkern müsste billig sein: Das bisschen Haare schneiden kann doch so viel nicht kosten. Und wenn etwas nichts kostet, ist es bekanntlich auch nichts wert. Eine qualitativ hochwertige Arbeit kann aber nur von Fachkräften geleistet werden, die über einen Schulabschluss und eine meist dreijährige Ausbildung hinter sich haben und, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, regelmäßig Fortbildungen absolvieren müssen. Entsprechend sollte man Handwerker auch behandeln.

Fazit

Das Berufsbild des Handwerkers hat sich grundlegend gewandelt, weg von der anstrengenden körperlichen Arbeit hin zur modernen Tätigkeit mit umfangreichen Kenntnissen und qualifiziertem Fachwissen. Deshalb gelten Ausbildung und Hochschulreife sowie Meisterabschluss und Bachelor im Deutschen Qualifikationsrahmen völlig zu Recht auch als gleichwertig.