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Hauptstadt des Street Food - New York Derk Hoberg
Esskultur

Hauptstadt des Street Food - New York

Im heutigen New York City würde der Earl of Sandwich vor Freude im Dreieck springen. Die Vielfalt an Sandwich- und anderen Street Food-Variationen, die die zahlreichen Einwanderer mit hierhergebracht und weiterentwickelt haben, sucht ihresgleichen. Von argentinisch bis vietnamesisch – wir haben uns durch New Yorks Straßen gefuttert. Neugierig?

 

ArepaAls ob New York City nicht schon genug an Sehenswürdigkeiten zu bieten hätte, trumpft die Stadt mit ihren über 20.000 Restaurants und Imbissen auch kulinarisch ganz groß auf. Zahlreiche Street Food-Trends, die sich inzwischen auch hierzulande durchgesetzt haben, stammen vom Big Apple. Ob ihr nun argentinische Empanadas bei „nuchas“, kolumbianische Arepas im Gansevoort Market ein jüdisch-rumänisches Pastrami Sandwich im legendären „Katz´s Delicatessen“ oder aber ein vietnamesisches Sandwich im „num pang“ Sandwich-Shop am Times Square wünscht, die Vielfalt an unwiderstehlichem Street Food ist in New York beinahe so groß wie die Zahl der Einwanderer selbst. Aus eben diesen verschiedenen Einwandererküchen hat sich hier eine Crossover-Küche entwickelt, die weltweit ihresgleichen sucht.

Kulinarische Weltreise

Wandert man durch Manhattan oder die anderen vier Stadtteile der Metropole an der Ostküste der Vereinigten Staaten, sollte man sich tunlichst auf diese kulinarische Weltreise einlassen und so viele verschiedene Gerichte wie möglich probieren. Egal ob im Straßenimbiss, am Food Truck, in einem Deli, im Diner oder aber im gehobenen Restaurant. Wo sonst bekommt man die Möglichkeit, sich an einem einzigen Tag so authentisch um die Welt zu futtern? Kein Wunder, dass sich zwischen den jährlich über 50 Millionen New York-Touristen auch zahlreiche tummeln, die hauptsächlich des Essens wegen hier sind.

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Sorgen, dass hier unhygienische Zustände an den Verkaufsständen und Imbissen herrschen, muss man im Übrigen keine haben: Die New Yorker Gesundheitsbehörde gilt als eine der strengsten weltweit. Permanent kontrolliert sie alle Restaurants und Imbisse, stellt Zeugnisse über die dortigen Zustände aus. So hängt in jedem noch so kleinen Laden die Benotung der Behörde als sichtbarer Vertrauensbeleg für den Kunden.

Morgens bis abends in New York – vom Imbiss zum Sternerestaurant

Ein klassisches New Yorker Frühstück nimmt man am besten in einem der vielen Diners ein, die man aus den US-Roadmovies kennt. Auch New York hat einige davon zu bieten. Das Besondere im Diner: Kaffee so viel man möchte. Das Personal ist ständig mit den Kaffeekannen zum Nachfüllen unterwegs. Zu Essen gibt es Eier, Bohnen, Speck und dazu zumeist auch Toast und Marmelade. Nennen wir diese Kombination mal großzügig „ausgewogen“. Ein kraftvoller Start in den Tag, inklusive der richtigen – ein wenig rauen – New Yorker Atmosphäre.

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Je nachdem wo man dann gerade unterwegs ist, stehen einem zur Mittagszeit die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Auswahl. Vor allem Imbisse aller Art locken den hungrigen (Food-)Touristen auf der Straße an: Ob Arepas am Food Truck auf dem Broadway oder aber Momos vom tibetanischen Straßenimbiss in Queens (Jackson Heights). Von China Town und den dortigen authentischen Restaurants ganz zu schweigen. Wir aber möchten an dieser Stelle auf eine andere tolle Möglichkeit hinweisen, wie man in New York City günstig in einem Spitzenrestaurant essen kann: Wer einen Imbiss also schätzt, mittags dann aber doch lieber gehobener speisen möchte, dem sei empfohlen, sich über das aktuelle Angebot an so genannten Prefix-Lunchs zu informieren (zum Beispiel bei Yelp.com). Diese Prefix-Lunchs beinhalten mehrgängige Menüs in Sternerestaurants zum günstigen Mittagspreis – meist unter 50 Dollar für das Menü. Auf diese Weise lernten wir das mit einem Michelin-Stern dekorierte „Telepan“ (72 W 69th St, New York, NY 10023), unmittelbar am Central Park gelegen, kennen. Spitzenkoch Bill Telepan lädt seine Gäste hier zum Drei-Gänge-Menü im Gegenwert von etwa 32 Dollar in sein Restaurant in der Upper West Side – ohne Getränke, Steuer und Trinkgeld. Aber es geht noch besser: Auch Drei-Sternekoch Jean-Georges Vongerichten bietet in seinem Restaurant „Jean-Georges“ ein solches Prefix-Lunch an. Abends sind diese Restaurants natürlich wesentlich kostspieliger.

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New York auf die Hand

Neben den angesprochenen Angeboten aus Food Trucks gibt es unzählige kleine Straßenverkaufsstände, die Burger, Hotdogs oder Gyros und Falafel auf die Hand anbieten. In unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten warten häufig geschichtsträchtige Restaurants oder Cafés. Ein letztes Beispiel gefällig? Ihr kennt das Flat Iron Building? Dieses liegt an der 5th Avenue. Habt ihr schon einmal gehört? Na klar. Und seit 1929 befindet sich genau dort am Bügeleisen-Hochhaus auch Eisenberg´s Sandwich Shop, den man sich als Sandwich-Fan nicht entgehen lassen sollte.

ny graffitiDer kleine Hunger zwischendurch kann in New York binnen Sekunden und durchaus für einen schmalen Taler gestillt werden. So kommt man ohne Hunger durch den Tag und zur Not auch durch die Nacht. Nach all den kulinarischen Genüssen und teilweise auch Kalorienbomben sollte man hier am Big Apple der Ausgewogenheit halber aber auch einmal zu einem großen Apfel greifen und sich seine Imbisse – soweit es geht – erwandern. Zu sehen gibt es immer was, wenn man durch Manhattans Straßennetz streift - und ein bisschen Bewegung hat bekanntlich noch keinem geschadet.

 

Dieser Beitrag stammt von und dem urbanlife-Team.