Ray-Ban – Geschichte eines Erfolgs getty images
  • 17. Juli 2013
  • Anja Rau

Ray-Ban – Geschichte eines Erfolgs

Audrey Hepburn und Marilyn Monroe trugen sie, James Dean und John F. Kennedy ebenfalls, in jüngerer Zeit auch Will Smith und Lilly Allen: Eine Ray-Ban-Sonnenbrille. Wie ist die Marke entstanden und was macht die Faszination von Ray-Ban aus?

 

 


Wie alles begann

Laut Überlieferung war es der amerikanische Testpilot Lieutenant John A. Macready, der in den frühen 1930iger Jahren an die Firma Bausch & Lomb herantrat und sie um die Entwicklung einer Sonnenbrille bat. Bausch & Lomb hatte bis dato medizinisch-optische Geräte gefertigt und machte sich in Kooperation mit dem US Army Air Corps nun daran, eine schützende und schicke Sonnenbrille zu fertigen.

Am 7. Mai 1937 wurde das erste Modell zum Patent angemeldet. Es handelte sich um die immer noch angesagte Aviator, die seitdem im Handel erhältlich ist. Der Prototyp, Anti Glare genannt, war aus vergoldetem Metall und grünen Gläsern, die aus Mineralglas gefertigt waren und Infrarot- sowie UV-Strahlen filterten. Die schmalen Bügel wogen nur 150 Gramm. Von da an war die Sonnenbrille ein gefragtes Accessoire bei den Piloten der US Army.

Zunehmend bekannt wurde die Ray-Ban-Sonnenbrille durch General Douglas MacArthur, der während des zweiten Weltkrieges auf den Philippinen landete und dort mit einer Ray-Ban-Brille fotografiert wurde.


2. Modell auf dem Markt

Bis 1952 gab es ausschließlich das Modell Aviator, erst dann präsentierte Ray-Ban mit der Wayfarer ein neues Styling. Erstmals wurden die Bügel aus Plastik hergestellt, was schnell populär wurde. Das zunächst nur in schwarz erhältliche, im Gegensatz zur Aviator deutlich breitere Modell, ist nach wie vor mit kleinen länglichen Silbernieten versehen.

Die Marke Ray-Ban wurde unter anderem auch deswegen so populär, weil berühmte Persönlichkeiten die Sonnenbrillen trugen. Sowohl Politiker wie John F. Kennedy als auch Filmstars wie Audrey Hepburn im Film „Frühstück bei Tiffanys“ präsentierten die Brillen werbewirksam.

Verschiedene Gläser

Die wohl bekannteste Glasfärbung ist seit den Ursprüngen G15. Hinter dieser Kombination verbirgt sich ein Mineralglas in graugrüner Färbung mit einer Lichtdurchlässigkeit von 15 Prozent.

Diese Gläser leiten sich von B15 ab, einem Brillenglas das exklusiv für die Air Force hergestellt wurde. Das B steht in diesem Fall für braun, die Lichtdurchlässigkeit beträgt ebenfalls 15 Prozent. Zusätzlich wird durch einen speziellen Filter die Menge an blauem Licht verringert, was für Einsätze in der Luft wichtig war.

Sortiment erweitert

Im Verlauf der Zeit hat die Firma Bausch & Lomb ihr Sortiment an Brillen der Marke Ray-Ban erweitert. Je nach Mode und Stil der Zeit kamen neue Modelle auf den Markt. In den 70er Jahren wurden beispielsweise farbenfrohe Modelle produziert, in den 80er Jahren kamen sportliche Modelle hinzu. Viele Brillen dieser Kollektionen gehen auch heute noch in den Verkauf.

Mittlerweile gehört die Marke Ray-Ban der italienischen Luxottica-Gruppe. Der weltweit größte Brillenhersteller kaufte das Label im Jahr 1999. Berichten zufolge berappten die Italiener dafür 640 Millionen US-Dollar.

Aufgrund der nach wie vor großen Popularität von Ray-Ban-Brillen, werden die Gestelle mittlerweile auch für Korrekturbrillen mit klaren Gläsern verkauft. Die Faszination der klassischen Gestelle ist ungebrochen.

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