Veg-O-Mat gibt Auskunft über die Veggie-Freundlichkeit der Parteien thinkstockphotos.com
  • 04. September 2017
  • Redaktion
Bundestagswahl 2017

Veg-O-Mat gibt Auskunft über die Veggie-Freundlichkeit der Parteien

Der VEBU (bald ProVeg) veröffentlicht heute seinen Veg-O-Mat. Mit diesem Onlineangebot in Anlehnung an den bekannten Wahl-O-Mat können Wähler herausfinden, welche Parteien in Veggie-Fragen am besten zu ihnen passen. Dafür hat der VEBU Parteien zu den Themen pflanzliche Lebensweise, Tierschutz, Ernährungs- sowie Agrarpolitik befragt, die Stellungnahmen zusammengefasst und miteinander verglichen. Der Veg-O-Mat ist das erste politische Informationsangebot dieser Art für Veggie-Fragen.

Am 24. September findet in Deutschland die Bundestagswahl statt. Um Wählern die Entscheidung in der Wahlkabine zu erleichtern, hat VEBU-Politik (bald ProVeg-Politik) sieben Parteien hinsichtlich der Themen, für die sich VEBU-Politik einsetzt, befragt und zusätzlich ihre Wahlprogramme ausgewertet. Ab sofort können Interessierte online in dem vom VEBU zur Verfügung gestellten Veg-O-Mat* testen, welche Parteien am ehesten ihre politischen Interessen vertreten. Der Veg-O-Mat ist unter www.vebu.de/vegomat abrufbar. "Viele Wähler sind noch unentschlossen, für welche Partei sie bei der Wahl abstimmen werden. Die öffentlichen Parteiprogramme sind oft sehr umfangreich und geben trotzdem nicht immer über alle Themen Auskunft. Der VEBU hat deshalb die Parteien um Stellungnahme zu veggie-relevanten Fragen gebeten und einen direkten Vergleich erstellt. Dieser ist eine einfache Orientierung für alle Wähler, denen Veggie-Themen am Herzen liegen und gibt ihnen Hinweis darauf, welche Parteien diese Themen am ambitioniertesten aufgreifen", erklärt Felix Domke, Referent VEBU-Politik.

Veggie-Themen werden unterschiedlich aufgegriffen

VEBU-Politik hat die Parteien zu den Themen Landwirtschaft, Steuern und Abgaben, Lebensmittelkennzeichnung, Klimaschutz, Lebensmittelverschwendung und dem pflanzlichen Angebot in öffentlichen Einrichtungen um Stellungnahme gebeten. "Die Parteien haben mal mehr, mal weniger aussagekräftig geantwortet. Insgesamt fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass sich die CDU/CSU, ähnlich wie die FDP, zu unseren Anliegen in diesen Bereichen eher ablehnend positioniert. Die Antworten von SPD und Die Linke fallen gemischt aus, breite Unterstützung kommt von den Grünen", so Domke.

Veränderungen auf politischer Ebene erkennbar

Auch wenn die abgefragten Themen bei den meisten Parteien noch nicht den Stellenwert einnehmen, den sie verdienen, ist eine positive Veränderung erkennbar. So sprechen sich beispielsweise erstmals alle befragten Parteien für eine Pflichtkennzeichnung tierischer Inhaltsstoffe aus. "Das ist eine absolute Neuheit", betont Domke. "Das wachsende Bewusstsein für die abgefragten Themen wird auch in einer Auswertung der Wahlprogramme deutlich. Im Vergleich zu früheren Wahlen sprechen sie Themen, die vegetarisch-vegan lebende Menschen interessieren, ausführlicher und an manchen Stellen auch ambitionierter an", fasst Domke die Ergebnisse zusammen. VEBU-Politik setzt sich für die Interessen vegetarisch und vegan lebender Menschen ein und sorgt dafür, dass diese bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.


* Der Veg-O-Mat ist ein Angebot des VEBU und orientiert sich im Aufbau und der Zielsetzung am Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Der Veg-O-Mat greift Themen auf, für die sich VEBU-Politik engagiert. Über politische Fragen darüber hinaus können Interessierte sich informieren unter www.wahl-o-mat.de

Der Veg-O-Mat des VEBU ist abrufbar unter www.vebu.de/vegomat 

Dieser Beitrag stammt von Derk und dem urbanlife-Team