SNES Mini: Die Retro-Konsole im Test Nintendo
Neuauflage

SNES Mini: Die Retro-Konsole im Test

Nintendo reitet weiter auf der Nostalgiewelle – und bringt nach der Miniaturversion des NES nun das SNES Mini auf den Markt. Das kann die kleine Konsole.

Keine Frage, dem NES Mini traf Nintendo letztes Jahr einen Nerv: Die Mini-Konsole war binnen kürzester Zeit ausverkauft. Schon jetzt ist das Gerät durch die knappe Produktionsmenge ein echtes Sammlerstück. Beim SNES Mini ist schon jetzt derselbe Effekt eingetreten. Trotz zweiter Verkaufswelle melden sämtliche Händler: ausverkauft.

Reise in die Gaming-Vergangenheit

Aber was hat es damit eigentlich auf sich, dass die Gamer Nintendo das Teil förmlich aus den Händen reißen? Und das, obwohl mit der Nintendo Switch doch dieses Jahr eine leistungsstärkere Konsole mit interessantem Spielkonzept auf den Markt gekommen ist? Ganz klar: Bei den meisten Käufern schwingt der Nostalgie-Bonus mit. Wer mit dem SNES aufgewachsen ist, will die alten Spiele immer wieder zocken. Klar, die Games von damals gibt’s auch als Emulation, aber da bleibt das Nintendo-Feeling einfach auf der Strecke. Und hier setzt der SNES Mini an. Zwar besteht die Konsole aus Plastik, steht dem robusten Original aber in nichts nach – bis auf die Größe natürlich. Das SNES Mini misst nur 10 x 13 x 3,5 Zentimeter und findet deshalb sogar im kleinsten Winkel Platz, ist gleichzeitig aber ein absoluter Hingucker.

Strom bezieht die Konsole per Mini-USB, Anschluss am TV findet sie per HDMI. Cool: Durch die aktuellen Anschlüsse fallen nervige Adapter-Eskapaden weg. Allerdings legt Nintendo keinen Wandadapter bei. Die Konsole müsst ihr deshalb entweder mit dem USB-Port eures Fernsehers verbinden oder einen Adapter für die Steckdose kaufen.

Außerdem im Lieferumfang enthalten: zwei Controller. Die finden zwar nicht an den Original-Ports Anschluss – die sind nur Attrappe und Abdeckhaube für die wahren Controller-Ports – sind aber ansonsten identisch mit den Original-Controllern. Die Kabel sind mit 1,40 Metern länger als beim NES Mini, aber immer noch zu kurz, wenn man von den Vorteilen der Wireless-Pads verwöhnt ist. Allerdings kann man sich ja wie früher auf den Boden setzen und dadurch das 90er-Jahre-Feeling noch verstärken.

Die Original-Controller lassen sich übrigens nicht mit dem SNES Mini nutzen – es sei denn, ihr vertraut darauf, dass Dritthersteller Adapter herausbringen. An der Verarbeitungsqualität der Pads gibt’s hingegen absolut nichts zu bemängeln. Die Controller liegen richtig gut in der Hand, die Knöpfe haben einen angenehmen Druckpunkt und insgesamt wirken sie, als könnten sie die nächsten Jahre Dauerbetrieb ohne Probleme überstehen.

Die Games

Neben den Controller-Ports gibt’s aber noch weitere Details, die das SNES Mini vom Original unterscheiden. Der Reset-Button startet das eingelegte Spiel nicht neu, sondern führt euch ins Home-Menü der Konsole. Dort lässt es sich jederzeit speichern oder vor- und zurückspulen, um vergeigte Passagen zu wiederholen. Der Eject-Knopf ist nur Zierde und deshalb passen auch die Cartridges von früher nicht in die Konsole. Stattdessen setzt Nintendo auf 21 vorinstallierte Spiele. Unter anderem Super Mario World, Zelda: A Link to the Past, Mario Kart und Donkey Kong Country, F-ZERO und das bisher unveröffentlichte Star Fox 2. Wir sind mit der Auswahl der Games zufrieden, da Nintendo hier Klassiker an Klassiker aus allen möglichen Genres reiht. Allerdings ist das freilich auch Geschmackssache, sodass mancher SNES-Veteran hier den einen oder anderen Titel vermissen dürfte. Die Einstellungen bieten noch ein paar Spielereien wie verschiedene Rahmen, die sich um die 4:3-Box legen lassen oder ein CRT-Filter, der einen Röhrenfernseher simuliert.

Nostalgie-Bonus

Mit dem SNES Mini geht Nintendo den Retro-Weg, den das Unternehmen vergangenes Jahr mit dem NES Mini eingeschlagen hat, konsequent weiter und optimiert hier und da sogar. Zugegeben: Die alten Games lassen sich auch emulieren und das macht Nintendo auch mit dem SNES. Allerdings gibt’s hier eben keinerlei Inkompatibilitäten und obendrein die volle Packung Nintendo-Feeling, zumal sich die Konsole wirklich schick unterm Fernseher macht.

 

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Dieser Beitrag stammt von Derk und dem urbanlife-Team