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Statistik 2014: Mehr Radunfälle im Straßenverkehr thinkstockphotos.com

Statistik 2014: Mehr Radunfälle im Straßenverkehr

Im Jahr 2014 passierten 78.653 Fahrradunfälle auf deutschen Straßen, dabei starben 405 Menschen – ein Anstieg um fast 10 Prozent. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

 

2013 waren Radfahrer an 67.418 Unfällen beteiligt, vergangenes Jahr waren es fast 10.000 mehr. Und auch die Zahl der getöteten Radfahrer hat zugenommen. 12 Prozent mehr Todesopfer forderte der Straßenverkehr unter den Drahteselreitern, insgesamt stieg die Zahl der Verkehrstoten „nur“ um 0,8 Prozent. Die Anzahl der Schwerverletzten (+11%) und der leicht Verletzten Radler (+10 %) nahm im Vergleich zu 2013 ebenfalls zu.

Die Unfallursachen

Die meisten Unfälle passierten beim unaufmerksamen Abbiegen von Autos und LKW oder durch Missachtung der Vorfahrt von Radfahrern, informiert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in einer Pressemitteilung unter Berufung auf die Zahlen des Bundesamtes. Doch auch die Radler selbst trügen Schuld. So sei die falsche Fahrbahnbenutzung – das Fahren auf Gehwegen oder das „Geisterradeln“ auf Radwegen gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung – das häufigste Fehlverhalten.

Fehlende Fahrradhelme sind ein Risiko

Dass viele Radfahrer immer noch auf das Tragen eines Fahrradhelms verzichten, ist mit ein Grund für die hohe Anzahl schwerer Verletzungen. „Die gegenwärtige Helmtragequote von 15 Prozent ist aus unserer Sicht viel zu niedrig“, sagt Dr. Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG auf der Firmen-Homepage. Und weiter: „Die Wahrscheinlichkeit, eine Gehirnverletzung zu erleiden, liegt ohne Helm mehr als doppelt so hoch wie mit Helm.“ Solltet ihr also demnächst aufs Rad steigen: Helm auf. (Schicker Link: Helme, die nicht wie Helme aussehen)

Fahrer von Elektrorädern und ältere Radfahrer häufiger verunfallt

Erstmals in der Unfallstatistik erfasst wurden Elektro-Fahrräder, informiert der ADFC. Der Anteil der Unfälle mit den sogenannten Pedelecs entspricht etwa ihrer Verbreitung – es gab 2014 etwa 1,6 Millionen Pedelecs bei 71 Millionen Fahrrädern insgesamt. Bei den Todesfällen ist der Anteil der Pedelec-Fahrer allerdings mit 10 Prozent deutlich erhöht. Das erklärt sich durch das meist höhere Lebensalter und die damit einhergehende größere Verletzlichkeit der Pedelec-Fahrer. Unter allen Radfahrern, also Normalos und Elektros zusammen, ist die Zahl der Todesopfer unter den über 65-Jährigen am stärksten angestiegen: 24 Tote mehr gab es 2014, ein Plus von 19 Prozent (von 181 Opfern auf 215).