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Frühlingstrend 2015: Die Pfingstrosen Garten von Ehren
  • 06. Februar 2015
  • Pressemitteilung

Frühlingstrend 2015: Die Pfingstrosen

Für eine faszinierende Farbexplosion im Garten sorgt die Pfingstrose: Die imposanten Blüten zählen zu den Klassikern des traditionellen Bauerngartens, der jetzt seine Renaissance erlebt. Die Pfingstrose, auch bekannt als Päonie, ist ein über viele Jahre treuer Begleiter, der lebenslange Freude verspricht.

 

Johannes von Ehren ist Pflanzenexperte und kennt nicht nur die neusten Trends des Jahres, sondern weiß auch, welche Gewächse pflegeleicht und gleichzeitig malerisch schön sind. Für 2015 empfiehlt der Hamburger Gartenexperte die Pfingstrose. Mit ihrer Blütezeit ab Ende Mai, erstrahlen Päonien also pünktlich zum Namenstag und läuten ganz nebenbei auch noch den Frühsommer ein. Und das Jahr für Jahr, denn die Pflanze ist von solch robuster Natur, dass sogar noch die nächste Generation Freude an ihr haben wird. Nachhaltiger geht es nicht. Den Boten des Sommers gibt es je nach Art als Staude oder als Gehölz. Die große Schwester der Staude, die Strauchpfingstrose, zeigt prachtvoll große Blüten mit bis zu 15 cm Durchmesser.

Die imposanten Blüten bringen kraftvolle Farbtupfer in den Garten, traditionell und dennoch besonders. Die Farbpalette reicht von Weiß, Gelb über Rosa, Pink bis Rot. Dazu passen die klassischen Rosen, die man in der jeweiligen Lieblingsfarbe kombinieren kann. Da beide Pflanzen ähnliche Standortansprüche haben, ergibt sich ein perfektes Zusammenspiel. Wer es etwas abwechslungsreicher und dennoch harmonisch gestalten möchte, kann im Kontrast zu den großen, üppigen Blüten, zarte Stauden mit filigranerer Erscheinung wählen und so ergänzende Akzente setzten.

Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni. „Ich empfehle die Pfingstrose zusammen mit Storchschnabel, Frauenmantel, Wolfsmilch oder auch Rittersporn zu arrangieren. Diese Kombination schafft ein rundes Gesamtbild und setzt die großen Blüten gut in Szene“, erklärt Johannes von Ehren. Alternativ können aber auch Gräser wie beispielsweise ein straff wachsendes Garten-Reitgras verwendet werden. „Die Pfingstrose ist die Rose der alten Bauerngärten und die Blüten einiger Sorten verbreiten einen bezaubernden Duft – eine Symbiose von Klassik und Dramatik“, so von Ehren.

Doch was muss beachtet werden, damit der Blütentraum mehrere Jahrzehnte zu Pfingsten erblüht?

1. Der richtige Standort

Die Päonie ist generell keine Primadonna und hat vergleichsweise bescheidene Ansprüche: Sie bevorzugt einen vollsonnigen Platz, der höchstens in den heißen Mittagsstunden durch nahestehende Sträucher oder Bäume beschattet wird. Der Boden soll nährstoffreich sein, humos und tiefgründig, denn Staunässe können Päonien nicht vertragen. „Die ideale Bodenart ist sandiger Lehm“, verrät der Gartenexperte. „Sehr sandige Böden sollten mit regelmäßigen Gaben von Bentonit und Kompost angereichert werden. Zu schwere, tonige Böden müssten mit Kiessand vermischt, zwei Spaten tief gelockert und dort mit einer Dränageschicht aus Kies oder Blähton versorgt sein.“

Einmal in der Erde, sollte man den Standort möglichst nicht ändern, da die Päonie ein Versetzen nicht zu schätzen weiß. Sie können 30 Jahre und länger an einer Stelle verweilen ohne blühfaul zu werden. Sollte der Umzug doch einmal nötig sein, wird dieser im Herbst, ab Oktober durchgeführt. Dann sollte man Staudenpäonien auch teilen, damit ihnen das Anwachsen am neuen Standort leichter fällt. Die imposante Diva nimmt zudem viel Platz im Beet ein. Dies sollte man schon bei der Pflanzung der noch jungen und zarten Päoniengeschöpfe berücksichtigen, um später den ungeliebten Umzug zu vermeiden. Der Abstand von Staudenpfingstrosen untereinander muss mindestens 80 cm betragen; Strauchpäonien pflanzt man sogar mit 1,5 m Abstand untereinander. Die Zwischenräume können sehr schön mit Frühlingsblühern, wie z. B. Krokus, Buschwindröschen oder niedrigen Traubenhyazinthen besetzt werden, die früh im Jahr Blatt und Blüte zeigen und sich zurückziehen, wenn die Pfingstrosen die Bühne betreten.

2. Auf die Pflege kommt es an

Pfingstrosen sollten zweimal im Jahr gedüngt werden mit schwach stickstoffhaltigem, dafür phosphor- und kalibetontem Mehrnährstoffdünger: Zum einen während des Austriebs zur Unterstützung von Blatt- und Blütenentwicklung, zum anderen kurz nach der Blüte, wenn die Pflanzen Kraft für das nächste Jahr sammeln. „Mit Kompostgaben sparsam umgehen, denn ein Zuviel des Guten fördert die Entwicklung von Pilzen“, erklärt Johannes von Ehren. „Da die Wurzeln der Pfingstrose recht tief in die Erde einwachsen, können ältere Pflanzen außerdem kurzzeitige Trockenperioden gut überstehen.“

Das verwelkte Laub der Staudenpäonien wird im Herbst bodennah abgeschnitten und entsorgt. Ein Schnitt an den Trieben der Strauchpfingstrosen ist nicht zwingend nötig; am Ende des Winters sollten jedoch abgestorbene Triebe entfernt werden. Um die Knospenbildung und Verzweigung zu fördern, kann man im Frühsommer die obersten Triebe bis auf 3 Knospen zurück schneiden.

3. Die richtige Pflanztiefe

Staudenpäonien dürfen maximal drei cm unterhalb der Erdoberfläche gepflanzt werden. Liegen der Wurzelansatz und die dort entspringenden Knospen tiefer, blühen die Pflanzen jahrelang nicht. Ganz anders ist es bei den Strauchpfingstrosen. Ihre Wurzeln müssen tiefer in die Erde gepflanzt werden als die der Staudenpfingstrose. Ungefähr zehn bis fünfzehn Zentimeter soll die Veredlungsstelle unter der Erde liegen, damit das Edelreis eigene Wurzeln ausbildet. Unterstützend wirkt es sich auch aus, wenn man die Pflanze etwas schräg einpflanzt. Gartenfreunde, die nach einem treuen, pflegeleichten und gleichzeitig prachtvollen Begleiter im Beet suchen, sind mit der Pfingstrose richtig beraten.

 

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