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Interview: Daniela Katzenberger und die Fake News

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meine ernte meint es wörtlich! Hier werdet ihr auch ohne eigenen Garten zum Hobbygärtner und Gemüsebauern.

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Fotografie: Interview mit Hochzeitsfotograf Johannes Amm Johannes Amm

Fotografie: Interview mit Hochzeitsfotograf Johannes Amm

Im ersten Teil unseres Exklusiv-Interviews wird uns der Leipziger Hochzeitsfotograf Johannes Amm Einblicke in Beruf, Arbeit und Projekte geben.

 

johannes amm portraitDer Leipziger Fotograf Johannes Amm rutschte eher zufällig in die Hochzeitsfotografie und machte, was vielen meist vergönnt bleibt: das Hobby zum Beruf. In Leipzig großgeworden und vom Papa inspiriert, spezialisierte er sich auf den Mix aus digitalem Equipment und analogen Kameras. So entstehen sowohl künstlerische als auch ungewöhnliche Hochzeitsfotos und –reportagen.

Detailverliebt und hochprofessionell begleitet Johannes das Brautpaar durch den aufregenden Tag. Das Ergebnis: Die Bilder erzählen ihre ganz eigene Geschichte, stilvoll und zeitlos. Wir trafen den Fotografen Johannes Amm zum Interview.

Urbanlife: Nach Schätzungen des Fotoindustrie-Verbandes leben in Deutschland rund 20.000 Fotografen. Davon sind etwa 6.000 im Bereich Porträt-, Passbild- und Hochzeitsfotografie tätig. Weshalb hast du dich für die Hochzeitsfotografie entschieden?

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Johannes Amm: Das war keine richtige Entscheidung, im Sinne von „Ich werde Hochzeitsfotograf“. Ich habe Mediengestalter in den eher technischen Bereichen Bild und Ton gelernt und wurde von einer Bekannten gefragt, ob ich ihre Hochzeit fotografieren könnte. Sie wusste, dass ich in meiner Freizeit viel fotografiere. Zum anderen wusste sie auch, wie viel ein Hochzeitsfotograf kostet. Und obwohl ich davon noch keine Ahnung hatte, sagte ich zu. Ich fotografierte also ihre Hochzeit, was mir wirklich Spaß machte. Die Fotos waren Ok.

Recht spontan entschied ich mich damals, die Fotos online zu stellen. Und wie durch einen Zufall bin ich mit der Seite im Netz ziemlich gut angekommen. Damit kamen die ersten Anfragen und so begann ich Hochzeiten zu fotografieren. Auf diesem Wege bin ich da reingerutscht.

Urbanlife: Der Zufall spielte also auch bei dir eine große Rolle in der „Berufswahl“. Aber was hast du vor dieser Laufbahn konkret gemacht?

Johannes Amm: Eine richtige Anstellung hatte ich bisher noch nie. Nach einem abgebrochenen Philosophie-Studium habe ich eine dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter gemacht. Danach arbeitet man im Bereich Bild- und Fernsehjournalismus. Nach der Ausbildung machte ich mich selbstständig und arbeitete in diesem Zweig.

Urbanlife: Wie lange arbeitest du schon als Hochzeitsfotograf?

Johannes Amm: 2008 war die besagte Hochzeit, daran erinnere ich mich noch genau. Hauptberuflich Hochzeitsfotografie mache ich seit 2010, als ich in den Vorjahren bemerkte, dass das ganz gut lief.

Urbanlife: Und was macht den Beruf als Hochzeitsfotograf für dich so einzigartig?

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Johannes Amm: Ich denke das ist das, was jeder Fotograf zur Antwort geben würde – nämlich, sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Genau diesen Schritt zu schaffen, seine Aufgabe dann auch immer noch zu mögen und die eigene Kreativität als Lebensunterhalt nutzen zu können, das ist einfach eine tolle Sache!

Urbanlife: Und wie sieht die Zukunft aus?

Johannes Amm: Man kann damit schon ganz gut Geld verdienen. Es ist allerdings kein Beruf, indem man Wochenstunden oder Gehalt genau benennen kann. Bei der Hochzeitsfotografie ist es von sehr vielen Faktoren abhängig, wie erfolgreich man ist. Man muss eine gute Bildsprache haben, es kommt aber auch darauf an, wie man sich im Netz behauptet. Das Ranking kann über ein gutes oder schlechtes Jahr entscheiden. Die Platzierung, ob Platz eins oder drei, kann mitunter über mehrere 10.000 Euro entscheiden, die man verdient oder eben nicht.

Urbanlife: Bei jeder Hochzeit zücken auch die Gäste ihre Kameras und manchmal gelingt ihnen auch das ganz besondere Bild. Welche Erfahrungen zeigen dir, dass es dem Brautpaar dennoch wichtig ist, einen Profi an der Seite zu haben?

Johannes Amm: Natürlich gibt es ambitionierte Amateure, die wirklich gute Fotos machen. Dennoch möchte ich meinen, dass ein Hochzeitsfotograf, der 30-40 Hochzeiten im Jahr fotografiert, auf ein besseres Verhältnis zwischen gemachten und guten Fotos kommt, als der Laie. Das heißt, die Ausbeute ist eine viel größere. Während ein Gast am Ende vielleicht nur fünf oder sechs richtig gute Fotos vorweisen kann, biete ich halt 400 an. Und genau das ist es dem Brautpaar wert, den entsprechenden Betrag auszugeben.Das kann meiner Meinung nach nur ein Profi leisten.

Urbanlife: Was war denn das schönste oder lustigste Erlebnis, das du mit einem Brautpaar hattest?

Johannes Amm: Es gibt jede Menge schöne Erlebnisse. Den größten Vorteil macht die Hochzeit und damit mein Arbeitsumfeld aus. Was ich Arbeit nenne, würden andere als Party bezeichnen: Alle sehen unglaublich schick aus. Die Braut trägt ein ganz besonderes Kleid, die Männer einen feinen Anzug. Dazu haben alle gute Laune. Es herrscht eine gewisse Aufbruchsstimmung, da ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Wenn sich dieses Moment auf die Gäste überträgt, ist es schön, als Fotograf dabei sein zu dürfen. Lustige Momente gibt es natürlich auch jede Menge. Beispielsweise einmal auf einem Campingplatz, als die gesamte Hochzeitsgesellschaft ihre Kleidung vom Leib riss und in den See sprang. Auf einer anderen Hochzeit gab es direkt hinter der Partylokation eine Weide, auf der ein angepflocktes Schaf zugegen war. Und das war nicht nur sehr zutraulich, sondern auch unglaublich fotogen. Es ließ sich völlig entspannt mit dem Brautpaar zusammen ablichten. Als es dann doch mal eine Pause einlegte, sprang, während ich auslöste, ein Wildhase aus dem Feld empor – ein unglaublich animalisches Fotoshooting also.

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Urbanlife: Welche Projekte verfolgst du, wenn mal nicht geheiratet wird?

Johannes Amm: Im Winter wird ja eher weniger geheiratet, demzufolge habe ich dann auch weniger Aufträge. Momentan ist mein größtes Projekt, im letzten Sommer ein Kind bekommen zu haben. [lacht] Diese Aufgabe gilt es in meinen Alltag zu integrieren, was eine neue und vor allem tolle Erfahrung ist. Und fotografisch: Ich beschäftige mich viel mit freien Projekten, zum Beispiel mit kleinen Ausstellungen, die ich in Kaffees und Restaurants hin und wieder organisiere. Ich fotografiere viel Akt oder manchmal Naturaufnahmen – was für’s Auge eben. 

Mehr Bilder, mehr Eindrücke und mehr Hochzeiten gibt es in Johannes' Bildergalerie.

Den zweiten Teil des Interviews gibt es nächste Woche. Johannes wird uns dann speziell Fragen zur Fotografie, analog und digital, beantworten. Aber auch, wie man sich abhebt – in einer Welt der massenhaften Bildproduktion.

 

Dieser Beitrag stammt von Derk und dem urbanlife-Team