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Britische Studie warnt vor Handtaschen und High Heels Thinkstock
  • 14. August 2017
  • Redaktion
Looks, die aufs Kreuz gehen

Britische Studie warnt vor Handtaschen und High Heels

„Wer schön sein will, muss leiden“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Ähnliches besagt jetzt auch eine Studie der BCA (British Chiropractic Association). Viele Modeerscheinungen haben direkte gesundheitliche Konsequenzen wie Kopfschmerzen, Migräneattacken oder sogar Sehstörungen. 

„Besonders unser Rücken leidet unter so manchem Modetrend und reagiert mit Schmerzen, Verspannungen und im schlimmsten Fall mit Gefühlsstörungen in Armen und Beinen“, weiß auch Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München.
Im Folgenden erklärt er, wie Handtaschen zu Rückenschmerzen führen und auf was frau achten sollte, um größeren Problemen zu entgehen.

 

Rückenfeind Handtasche

Handtaschen von einer Größe von 50 bis 60 Zentimetern mögen sich speziell für längere Shoppingtrips eignen. Steigt ihr Gewicht allerdings auf mehrere Kilogramm, wird dieser nützliche Einkaufshelfer schnell zur Kraftprobe für Muskulatur, Sehnen und Gelenke. Nicht nur Schulterbereich und Nackenpartie sind stark gefordert. Unter der einseitigen Belastung leidet das gesamte Rückgrat. „Längere Zeit über die Schulter gehängt, bringen schwere Taschen die Wirbelsäule aus dem Gleichgewicht. Selbst bei jungen Menschen kann es zu Verspannungen und schlimmstenfalls zu Bandscheibenschäden kommen. Nur eine ausreichend kräftige Rückenmuskulatur kann die Wirbelsäule gut stützen und sie vor weiteren Erkrankungen schützen“, erklärt Dr. Schneiderhan.

 

Richtig shoppen

Handtaschen gelten dann als gesundheitsgefährdend, wenn sie regelmäßig einseitig getragen werden. „Wer Rückenbeschwerden nach einem längeren Einkauf vermeiden möchte, sollte größeres Gewicht lieber auf beide Seiten verteilen“, erklärt Dr. Schneiderhan. Außerdem hilft es, entweder die Trageseite öfter zu wechseln oder auf Rucksäcke oder Taschen, deren Riemen quer über die Brust verlaufen, zurückzugreifen. Zudem sollte die Tasche nicht mehr als 5 Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen. Durch ein konsequentes Bewegungsprogramm mit gelenkschonenden Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren lässt sich gezielt die Rückenmuskulatur stärken – um Schmerzen und anderen Beschwerden vorzubeugen beziehungsweise um diese zu verhindern.

 

Bauchfrei, Hüfthosen und High Heels

Neben größeren Taschen gehören auch hohe Schuhe zu den eher rückenunfreundlichen Trends. Ab einem Absatz von drei Zentimetern fallen Frauen oftmals in ein Hohlkreuz, was sich langfristig negativ auf den Lendenwirbelbereich auswirkt. Auch Knie- und Hüftgelenke leiden in dieser Haltung unter der erhöhten Beanspruchung. Besonders bei untrainierter Muskulatur kommt es beim Tragen von High Heels zu Fehlbelastungen. Damit Rücken und Beine zwischendurch etwas Erholung erfahren, sollten Frauen einfach noch ein Paar flache Schuhe mitnehmen und so oft wie möglich wechseln. Aber auch bauchfreie Shirts und tief sitzende Hüfthosen bergen Risiken: Sie schützen die Rückenpartie oft nicht ausreichend vor Kälte und Zugluft. Dadurch ziehen sich die Muskeln zusammen, wodurch häufig Verspannungsschmerzen entstehen. Deshalb gilt: Lieber auf den einen oder anderen Trend verzichten, stets auf Körpersignale achten und durch Bewegung und Sport den Rücken stärken.

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Dieser Beitrag stammt von Derk und dem urbanlife-Team