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E-Bikes schneiden im Test gut ab Stiftung Warentest
Stiftung Warentest

E-Bikes schneiden im Test gut ab

Die Stiftung Warentest hat zehn E-Bikes mit tiefem Durchstieg getestet. Die Testergebnisse liefern Erfreuliches – im Gegensatz zu dem Test aus dem Vorjahr. Stabilere Lenker, bessere hydraulische Bremsen und leistungsstärkere Akkus sprechen für die neuen E-Bikes.

Getestete E-Bikes: Das Debakel aus dem Vorjahr

Bereits im vergangenen Jahr führte die Stiftung Warentest einen Test zu E-Bikes durch. Das Ergebnis war erschreckend: Neun von 16 E-Bikes fielen mit der Note „Mangelhaft“ durch, nur zwei von ihnen bekamen die Note „Gut“. Die Schwachstellen waren zudem ernsthaft gefährlich: Bei zwei E-Bikes brach der Rahmen, bei dreien der Lenker, bei dreien versagten die Bremsen. Und das bei teuren Modellen in einer Preisklasse über 2000 Euro.

Die Hersteller scheinen sich die mangelhafte Auswertung zu Herzen genommen zu haben: Die Ergebnisse des diesjährigen Tests waren, verglichen mit dem Vorjahr, erfreulich.

E-Bikes im Test 2014

Im aktuellen Test wurden zehn E-Bikes mit tiefem Durchstieg in der Preisklasse um 2500 Euro getestet. Drei der getesteten E-Bikes erhielten die Note „Gut“, vier die Note „Befriedigend“, die restlichen drei wurden mit „Ausreichend“ bewertet. Die Note „Mangelhaft“ wurde dieses Jahr nicht vergeben.

Zu den Verbesserungen zählen leistungsstärkere Akkus. Mit einer Aufladung schaffen sie durchschnittlich 60 bis 100 Kilometer. Unter gleichen Bedingungen ließ sich die Reichweite im vorhergehenden Test lediglich auf 25 bis 80 Kilometer beziffern.
Im Dauertest über 500 Ladevorgänge verloren die E-Bikes etwa 12 Prozent ihrer Speicherkapazität. Unter Laborbedingungen entspräche das einer Reichweite von 500 Aufladungen etwa 35.000 Kilometern, so die Tester. Im normalen Gebrauch kämen Nutzer damit auf weniger als 20.000 Kilometer, da wechselnde Temperaturen den Akkus zu schaffen machen.

Im Vorjahr fielen mehrere E-Bikes aufgrund eines gebrochenen Lenkers durch. Die Lenker in der aktuellen Generation sind dicker und stabiler konstruiert, auch die hydraulischen Bremsen sind besser abgestimmt. Und keines der Räder überschreitet bei der Prüfung auf Funkstörung die Grenzwerte.

Immer noch Luft nach oben


Trotz der Verbesserungen sehen die Tester immer noch Luft nach oben. Vier getestete E-Bikes trugen im Dauertest Schäden davon. So riss bei einem zum Beispiel das Sattelrohr, beim anderen die Halterung des Akkus. Beide Reparaturen wären sehr teuer, im Falle des gerissenen Sattelrohrs sprechen die Tester sogar von einem Totalschaden.

Drei der geprüften Modelle neigten im Praxistest zum Flattern. Das instabile Fahrverhalten komme laut den Testern vor allem bei höherem Tempo, etwa bergab, und mit Gepäck vor. Der Lenker neigte bei diesen drei Rädern dann dazu, sich aufzuschaukeln und schwer kontrollierbar hin und her zu schaukeln. Dieses Manko geht vor allem von dem fehlenden Oberrohr aus, das normalerweise beim Aufnehmen der auftretenden Kräfte hilft.

E-Bikes 2014: Die Testsieger

Drei getestete E-Bikes erhielten die Note „Gut“: Das 2490 Euro teure Flyer T5 Deluxe (Note 2,0), das 2300 Euro teure Pegasus Premio E8F (Note 2,2) sowie das 2500 Euro teure Kreidler Vitality Eco6 (Note 2,3).

Bevor man sich für ein E-Bike entscheidet, ist eine Probefahrt empfehlenswert. Bei der Akkuwartung ist darauf zu achten, dass das E-Bike bei Raumtemperatur gelagert und geladen wird. Laden oder nutzen sollte man die E-Bikes möglichst nicht, wenn der Akku von Frost erkaltet oder von der Sonne erhitzt ist: Solche Aktionen können die Laufzeit des Akkus erheblich beeinträchtigen.

Teilladungen sind bei den modernen Akkus in E-Bikes hingegen kein Problem. Gegen das Nachladen während einer Tourpause spricht also nichts.

Hier findet ihr den Testbericht der Stiftung Warentest.

Dieser Beitrag stammt von Derk und dem urbanlife-Team