Datenfresser Video: So viel brauchen Youtube & Co. thinkstockphotos.com
  • 27. April 2017
  • Redaktion
Mobile Daten

Datenfresser Video: So viel brauchen Youtube & Co.

Youtube, Snapchat & Co. sind wahre Datenfresser: Schon fünf Minuten mobile Nutzung am Tag können das Budget für den ganzen Monat aufbrauchen. Das sind die Dienste, die am meisten Daten verbrauchen.

Die größten Datentreiber im Mobilfunk

„Keine Smartphone-Anwendung treibt den mobilen Datenverbrauch so sehr wie das Video“, sagt Christian Schiele, Chief Product Officer Telecommunications bei Verivox. Wird der Datenbedarf unterschätzt, droht die Kostenfalle. „Dabei helfen schon kleine Einstellungen, die Kontrolle zu behalten.“ Wichtig zu wissen: Der Verbrauch von Datenvolumen ist beim Versenden und Herunterladen eines Videos gleich hoch.

Facebook: Facebook-Videos verbrauchen auf dem Smartphone gewöhnlich rund 3 Megabyte (MB) pro Minute. Das klingt wenig, jedoch werden Videos auf vielen Smartphones automatisch abgespielt.


Tipp: Diese Autoplay-Funktion können Nutzer über die App-Einstellungen oder im Browser verändern (für jedes Gerät einzeln notwendig). Dann wird sie nur noch in WLAN-Netzen aktiv oder ganz abgeschaltet.

Youtube: Bei Youtube hängt der Datenverbrauch von der Qualität des Videos ab. Je nach Auflösung werden rund 5 (niedrigste Qualität) bis 30 MB (Full-HD-Qualität) pro Minute fällig.

Tipp: Verbraucher können in den App-Einstellungen über den Unterpunkt „Qualität“ festlegen, dass HD-Videos nur mit einer WLAN-Verbindung gestartet werden.

Whatsapp: Im Messenger Whatsapp hochgeladene Smartphone-Videos sind je Minute zwischen 12 und 20 MB groß, wenn ein auf dem Smartphone gespeichertes Video verschickt wird. Über 16 MB blockiert Whatsapp den Versand.

Tipp: Wird aus dem Whatsapp-Chat heraus gefilmt, ist ein vergleichbares Video nur 5 bis 6 MB groß. Die Whatsapp-Kamera lässt sich direkt in der Funktionsleiste des Chats öffnen.

Snapchat: Der Messaging-Dienst benötigt viel Datenvolumen, weil die Inhalte im Hintergrund permanent neu geladen werden. So können rund 10 MB zusätzlich pro Tag entstehen. Wer eine Minute Videos („Snaps“) schaut, liegt bei rund 15 MB Datenverbrauch.

Tipp: Wer in den App-Einstellungen unter „Mehr Möglichkeiten“ den Daten-Sparmodus auswählt, verhindert das automatische Laden.

Datenvolumen nicht zu knapp buchen

Wer am Tag mit seinem Smartphone nur 5 Minuten Videos anschaut, belastet bei hoher Auflösung sein Datenvolumen im Monat mit mehreren Gigabyte (GB). Deshalb rät Christian Schiele: „Verbraucher, die regelmäßig unterwegs Videos anschauen, sollten einen Tarif mit mindestens 3 GB wählen“. Passende Tarife gibt es bereits ab 10-15 Euro im Monat (derzeit etwa bei den Discountern PremiumSIM oder Otelo). Ist die Datenvolumen-Grenze im Tarif erreicht, wird je nach Anbieter entweder kostenpflichtig Volumen nachgebucht oder die Geschwindigkeit gedrosselt.

Zum Download WLAN-Verbindungen nutzen

Größere Videos, etwa von Streaming-Diensten wie Netflix oder Maxdome, sollten vorab im heimischen WLAN heruntergeladen werden. Dann fällt beim Anschauen unterwegs kein Datenvolumen mehr an. Sonst würden mit nur 60 Minuten mobilem Streaming zwischen 300 MB und 7 GB fällig – in vielen Tarifen schon mehr als das gesamte Monatsbudget.

Dieser Beitrag stammt von Derk und dem urbanlife-Team